Reisebericht Pfalzfahrt, Samstag, 6. September 2014

Geschrieben am 6. September 2014 · Kategorie Allgemein

Großes Interesse fand eine erstmalig angebotene Tagesfahrt des Lemberger-Vereines zu Zielorten außerhalb württembergischer Weinregionen. Nordbaden und das zweitgrößte deutsche Weinanbaugebiet, die Pfalz, standen auf dem Plan. Gäste des Weinbaubezirkes Stromberg und Enztal schlossen sich dieser Unternehmung an.

Pfalzfahrt5

Empfang durch Bernd Hummel in seinem Wein- und Sektgut in Malsch

Das ungetrübte Sommerwetter sorgte für die entsprechende Reiselaune. Erster Anlaufpunkt war das weithin bekannte wie renommierte Wein- und Sektgut Bernd Hummel in Malsch. Einem erfrischenden Begrüßungssekt folgte eine kurzweilige Betriebsführung und am Ende die übereinstimmende Erkenntnis der aufmerksam lauschenden Zuhörerschaft im beeindruckenden Barrique-Keller: Hier können nur große Weine reifen!

Mehr noch: Die 7-teilige Lembergerprobe mit Bouteillen aus dem Archiv offenbarte einmal mehr die elitäre Weinphilosophie des Hausherrn. Einfach superb die Lemberger-Cuvees.

Fürwahr der Titel „Rotwein-Baron des Kraichgaus“ auf den leidenschaftlichen Weinmacher Bernd Hummel ist keine gefällige Übertreibung. Die nationalen wie internationalen Meriten unterstreichen dies sehr überzeugend. Ein Mitgliedsbetrieb von hohem Rang!

Nächstes Ziel war Edesheim, Weingut Werner Anselmann. Endlich in der weinfrohen Pfalz angelangt, galt es sich erst mal auf der Brunnenterrasse dieses namhaften Weinhauses zu stärken, ehe eine umfangreiche wie aufschlussreiche „Pfälzer Lemberger-/Blaufränkisch-Verkostung“ die ganze Geschmacksbreite unseres linksrheinischen Weinnachbarn aufzeigte.

Da waren beachtenswerte Tropfen dabei – mit einem gewollt eingeschmuggelten „Pirat-Lemberger“, obendrein Vaihinger Löwen-Preisträger – aber auch „Genuss-Langweiler“, eben ein Querschnitt aus knapp 40 ha Lemberger-Ertragsfläche der Pfalz. Allemal eine Probe wert.

Weiter führte der Weg nach Bad Dürkheim-Ungstein zu einer weingeschichtlichen Führung im Römischen Weingut Wellberg. Für die Teilnehmer ein hochinteressantes Stelldichein der hiesigen Weinbaugeschichte aus Vergangenheit und Gegenwart.

Tagesausklang bildete ein Abendvesper in Friedelsheim. Fazit: Auf die nächste Weinreise darf man sich schon heute freuen.

Pfalzfahrt4

Spaziergang von Ungstein und weingeschichtliche Führung am Römischen Weingut Wellberg